Bürgerverein

Brander Senioren in Not


Hilfe für Alt und Jung

Förderung der Jugendarbeit

Spendenaktion abgeschlossen

Bis zum 21.09.2021 wurden auf die Konten des Bürgervereins 135.000,00 € an Spenden eingezahlt.

Davon wurden bereits 135.000,00 € an die vom Hochwasser im Stadtbezirk Kornelimünster/Walheim und in
Stolberg geschädigten Haushalte ausgezahlt.

Wir leiten die gesamten Spendengelder zu 100% unmittelbar an betroffene Familien weiter.

Der Bürgerverein Brand bedankt sich ganz herzlich bei allen Spendern.

Für Spendenquittungen ist die vollständige Adresse auf der Überweisung erforderlich.

Die Quittungen werden ab September zugestellt.

 

Benefizkonzert zum Abschluß der Hilfsaktion

Hilfe durch Hoffnung

Der Schlussakkord zur Spendenaktion zugunsten der Hochwassergeschädigten wurde am ersten Sonntag im September mit einem Benefizkonzert in der katholischen Pfarrkirche St. Donatus gesetzt.
Martin Schmidt, Leiter der Musikschule Brand, hatte die Idee, die Aktion des Bürgervereins mit einer festlichen Veranstaltung abzurunden.
Den Auftakt machte der von ihm gegründete Feierabendchor mit zwei eingängigen Liedern.
Pfarrer Matthias Goldammer hatte die Pfarrkirche für diesen einmaligen Anlass unkompliziert zur Verfügung gestellt und konnte daher als Hausherr die geimpften, genesenen und getesteten Gäste begrüßen.
Auch der evangelische Pfarrer Uwe Loeper war dabei und betonte, wie wichtig ein Zeichen der Hoffnung für die Menschen in Not sei.

Nach einer Schweigeminute in Andenken an die Opfer der Flutkatastrophe begleitete die aus Neuseeland stammende Deborah Rawlings mit dem Klavier zunächst Christine Rudolf bei ihrem virtuosen Geigenspiel.
Im weiteren Verlauf begleitete sie die stimmlich überzeugende Laura Lietzmann zu „Can you feel the love tonight“.
Diese wiederum verzichtete zunächst auf den verdienten Applaus, um den übergangslosen Einzug von Alex Janßen mit seiner fetzigen Saxophonimprovisation zu ermöglichen.
Es blieb nicht das einzige Blasinstrument, das die gute Akustik im Kirchengewölbe belegen sollte, denn Daniel Gronsfeld bezauberte mit seiner Trompete beim Stück „Misty“ das begeisterte Publikum mit einem glasklaren Klang. Dass gute Musik auch ohne Instrumente geht, bewiesen die Fünflinge mit ihren kurzweiligen A-Capella-Beiträgen. „In diesen Momenten lebt Solidarität vom Handeln,“ beschrieb Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns zwischen den musikalischen Beiträgen die spontane Reaktion des Bürgervereins auf die Hochwasserkatastrophe in unserer Region und bedankte sich bei den Akteuren für die schnelle und unbürokratische Hilfe. Emotional wurde es, als Wolfgang Müller als Vorsitzender des Bürgervereins an das Rednerpult trat, um über die durch das große Leid ausgelöste Hilfsaktion zu berichten und den Spendern für ihre Großzügigkeit zu danken. „Auch die Kosten des Konzertes wie z.B. für die Technik werden nicht von den Spendenkonten, sondern vom Geschäftskonto des Vereins bezahlt,“ stellte er noch einmal klar und dankte den Künstlern für den Auftritt ohne Gage.

Während Farsan Rahvari mit seiner Konzertgitarre mit leisen Klängen die Aufmerksamkeit des Publikums einfing, zog Organist Ralph Leinen auf der großen Orgel im Brander Dom alle Register, um sich den lange anhaltenden Beifall zu verdienen. Den musikalischen Schlusspunkt sollte der als singender Kommissar in der Pandemie bekannt gewordene Oliver Schmidt mit dem Lied von der immer wieder aufgehenden Sonne setzen. Aber ohne Zugabe durfte er nicht von der Bühne gehen und so einigte man sich frei nach Udo Jürgens darauf, noch niemals in New York oder auf Hawaii gewesen zu sein. Am Ende der gelungenen und musikalisch hochkarätigen Veranstaltung holte Martin Schmidt noch einmal alle Künstler auf das Altarpodest, um sich gemeinsam mit ihnen vom begeisterten Publikum zu verabschieden. Schließlich war er es, der das abwechslungsreiche Programm zusammengestellt und gekonnt moderiert hatte. Hoffentlich nicht das letzte Konzert auf Brand in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein.

Wolfgang Sanders

 

Foto: Ewald Kreus

Foto: Ewald Kreus

Spendenfond

Spendenfonds für die Opfer der Hochwasserkatastrophe

Niemand hatte mit einer Hochwasserkatastrophe dieses schlimmen Ausmaßes in unserer Region gerechnet.
Trotzdem hat sie in diesem Juli viele Menschen in Nordrheinwestfalen und Rheinlandpfalz überrascht und zu erheblichen Schäden, ja sogar zu Todesfällen geführt.
Viele haben ihr Hab und Gut, ihr Obdach oder ihre Existenz verloren.
Unser Stadtbezirk Brand ist zum Glück von schweren Schäden weitestgehend verschont geblieben, da hier die Inde im Landschafts-/ und Naturschutzgebiet mit weinig Bebauung verläuft.
In den benachbarten Ortschaften war das leider anders.

Der Bürgerverein Brand e.V. hatte daher Ende Juli spontan einen Spendenaufruf initiiert, um unsere vom Hochwasser geschädigten Mitbürgerinnen und Mitbürger im Münsterländchen, also in unseren benachbarten Ortsteilen zu unterstützen. Am Tag der Bekanntgabe waren schon die ersten Spenden auf unseren Konten eingegangen.
Bis zum Ende der Aktion sind über 134.000,00 € gespendet und zwischenzeitlich unbürokratisch an die Flutopfer ausgezahlt worden.

Die größte Einzelspende belief sich auf 5.000,00 €, der kleinste auf 7,00 €. Aber schließlich zählt jeder Euro und so konnten die meisten Haushalte mit einem Betrag von jeweils 1.000,00 € unterstützt werden. Das ersetzt zwar nicht den entstandenen Schaden, ist aber ein wichtiges Zeichen der nachbarschaftlichen Solidarität in Zeiten, in denen durch die Corona-Pandemie ohnehin schon viel aus den Fugen geraten ist.

Bei der Auszahlung der Gelder konnten wir auf die Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern Brand und Kornelimünster-Walheim bauen.
Unterstützung kam zudem vom Pfarrer Uwe Loeper und der Diakonie, da Brand und Stolberg eine gemeinsame evangelische Pfarrgemeinde bilden.
Dabei war es uns besonders wichtig, dass jeder gespendete Euro unmittelbar bei den Flutopfern ankommt.

Mit einem festlichen Konzert in der katholischen Pfarrkirche St. Donatus am 05.09.2021 wurde der Hilfsfonds abgeschlossen.
Im September werden die noch ausstehenden Spendenbescheinigungen ausgestellt.
Dann dürfen wir auf eine erfolgreiche Aktion zurückblicken, die gezeigt hat, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt in schwierigen Zeiten ist.

Unser herzlicher Dank gilt allen, die das mit ihren Spenden ermöglicht haben.

Wolfgang Sanders